Geschichte des Automobils
Der Vorläufer des heutigen Autos
ist der Dampfwagen von N.J. Cugnot. Ziel dieser Dampfmaschine war es, als Zugfahrzeug für Artilleriefahrzeuge zu dienen. Leider hatte sich der Dampfwagen nicht bewährt. Zwischen 1825 und dem Jahre 1865 spielten in Großbritannien die Straßendampfwagen eine sehr große Rolle, wo sie bei der Beförderung von Personen zum Einsatz kamen. In den sechziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts kam es vermehrt zu Experimenten mit Fahrzeugen die mit Verbrennungsmotoren betrieben wurden. Leider war auch diesen Kraftfahrzeugen noch kein Erfolg vergönnt. So baute zum Beispiel S. Marcus um 1870 in Wien ein primitives Kraftfahrzeug, indem er einen hölzernen Handwagen nahm und ihn mit einem atmosphärischen Motor bestückte. In den Jahren 1885 und 1886 hatten dann Carl Benz und Gottfried Daimler unabhängig voneinander ein Kraftfahrzeug entworfen und gebaut, an dass sich eine erfolgreiche Entwicklung anschloss. 1885 baute Benz den ersten auf drei Rädern fahrenden Kraftwagen, der schon die Einheit von Fahrgestell und Motor erkennen ließ. In der Zwischenzeit schuf Daimler mit seinem Chefkonstrukteur W. Maybach, im Jahre 1886 den ersten vierrädrigen Kraftwagen.
Grundlage für die ersten Motoren bildete der im Jahre 1876 entwickelte N.A.Otto, ein Viertaktmotor.
Das Modell von Benz bestand aus einem aus Gasrohren zusammen gebogenen Rahmen und aus Drahtspeichenräder mit Vollgummireifen. Beim Motor handelte es sich um einen hinten angeordneten 0,75 PS starken Viertaktmotor. Daimler und Maybach betrachteten erst einmal das Aussehen ihres Autos als zweitrangig. So kam es Daimlers Wagen erst einmal ein einfacher Kutschwagen war, von dem die Deichsel abgenommen war und der durch eine Kurbel über ein Zahnrad gelenkt wurde. Das Fahrzeug verfügte über einen in der Mitte stehenden Einzylinderviertaktmotor.
Während sich die Autos in Deutschland nur sehr langsam durchsetzten, erschienen 1890 die ersten Fahrzeuge von Panhard & Levassor, sowie von Peugeot mit Daimlermotoren in Frankreich. Die weiteren Entwicklungen waren gekennzeichnet durch Erfindung des Luftreifens von J.B.Dunlop im Jahre 1888 der im Jahre 1895 das erste Mal von den Brüdern Michelin, im Rennsport getestet wurde.
1893 erfand Maybach dann den Spritzdüsenvergaser, sowie die Erfindung der Kraftübertragung mit Hilfe einer Kardanwelle durch die Brüder Renault. Außerdem die Erfindung der Zündkerzen durch Robert Bosch. In den Jahren 1900 und 1901 baute Maybach dann in der Daimler Motoren Gesellschaft auf Anraten von E. Jellineks den ersten Mercedes. Benannt wurde der Wagen nach einer der Töchter von Jellineks. Es war der erste moderne Wagen der sich in Form und Technik von der Kutsche entfernte. 1908 machte Henry Ford in den U.S.A. dann dass Automobil zur Massenware. Sein Modell T wurde in 19 Jahren über fünfzehn Millionen mal verkauft. 1913 begann Ford dann mit der Fließbandfertigung. 1939 wurde von H. Klaue die Scheibenbremse erfunden und drei Jahre nach dem zweiten Weltkrieg, 1948 waren die Gürtelreifen einsatzfähig. 1964 ging der erste sogenannte Wankelmotor in Produktion und 1967 gab es das erste Auto mit elektronischer Benzineinspritzung. In den folgenden Jahren kam es dann durch den technischen Fortschritt und durch die Weiterentwicklungen von Computern zu immer neuen Entwicklungen im Automobilbereich. Auch Form, Design etc. waren den Entwicklungen unterworfen. So dass Autos auch in Zukunft immer weiter dem Wandel der Zeit unterliegen werden.
