Deutschland - Autoland

Deutschland ist weltweit bekannt – gerade für seine Autos. Gerade Automarken des höheren Preissegments werden in Deutschland entwickelt und auch produziert: BMW, Audi, Volkswagen und Porsche sind Autos, Made in Germany. Oder zumindest entwickelt in Germany. Denn auch diese Autohersteller haben Werke auf allen Kontinenten, der Stammsitz und die meisten Werke sitzen jedoch in Deutschland, von wo aus viele Fahrzeuge ins Ausland exportiert werden. So gehört zur Automobilindustrie in Deutschland auch eine ausgeprägte Zuliefererindustrie. Gerade in Regionen, wo die großen Autohersteller sitzen, ist diese sehr aktiv. Beispiel Baden-Württemberg: In und bei Stuttgart produzieren die Hersteller Porsche (Sportwagen) und Daimler (Limousinen, Nutzfahrzeuge / MAN…). Dementsprechend findet sich in der Region zahlreiche Unternehmen, die einzelne Bestandteile fertigen und Just in Time nach Stuttgart liefern. Dabei wird fast alles vorgefertigt und dann noch im Werk des Herstellers montiert: vom Airbag, über die Innenverkleidung und die Felgen werden die meisten Einzelteile von externen Unternehmen nach Vorgaben des Autoherstellers vorgefertigt.

Doch Deutschland gilt nicht nur aufgrund der wichtigen Bedeutung der Automobilindustrie als Autoland. Autos sind des Deutschen liebstes Kind. Während in den europäischen Nachbarländern das Auto vielmehr Mittel zum Zweck sind, hegt und pflegt der Deutsche sein Auto, investiert Geld und Zeit in sein Fahrzeug. In den Waschstrassen herrscht an den Wochenenden Hochbetrieb, und auch der Handel für Autozubehör floriert. Doch auch deshalb ist Deutschland für das Ausland nicht das Autoland. Besonders ist Deutschland bekannt für seinen Autobahnen: Mautfrei (außer für LKW) und vielerorts ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. So ist Deutschland eines der wenigen Länder, in dem man seine schnellen und teuren Autos auch tatsächlich noch ausfahren kann.

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